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Maleah Forester

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BeitragThema: vulnerable   Do 12 Nov 2015 - 2:49

Tom zückt ein Messer. "Hiermit habe ich bereits hunderte Muggel wie dich getötet. Ich weiß, seltsame einfach Waffe. Doch ein wahrer Meister beherrscht das Töten nicht nur durch Magie."
Tom hält ihr das Messer demonstrativ vors Gesicht.


Maleah verzieht keine Miene. Vielleicht ist sie ein klein wenig beunruhigt, allerdings ist ihr klar, dass es ihm nur gefallen würde, wenn sie Angst zeigt. "Dann tu es doch."*

Tom grinste und drückte sie vorran, sodass sie an die Wand gepresst wurde und es keinen Ausweg mehr für sie gab. Einfach zustechen, tadelte er sich selbst. Wenn er schon nicht diese einfachen zwei Zauberworte sprechen konnte sollte es doch so gehen. Er hatte schon entsetzlich viele Menschen getötet und keiner davon hatte ihm nur Ansatzweise etwas bedeutet. Auch Zauberere hatte er ermordet ohne dabei Reue zu empfinden. Er hielt ihr das Messer unter die Kehle, doch konnte er sie nicht verletzen. Es war zum verrückt werden, doch irgendetwas in ihm regte sich bei dem Gedanken daran, dass Maleah mit einem mal unwiederruflich tot sein würde. "Du hast mich aus der Zelle geholt. Ich denke wir sind quitt", sagte er schließlich und steckte die Waffe weg. "Dafür lass ich dir dein erbärmliches Muggel-Leben."

Maleah schluckte, als sie die kalte Wand an ihrem Rücken spürte. Vielleicht hatte sie sich ja doch ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber nur vielleicht...Maleah spürte die Klinge ganz deutlich, sie atmete automatisch etwas schneller, doch dann ließ Tom von ihr ab. Nichtmal einen Kratzer hatte er ihr zugefügt. Die Rothaarige war sich sicher, dass er das wollte. Es gab keinen Grund, der dagegen sprach. Dennoch tat er es wiederholt nicht. Die Waffe hatte er bereits weggesteckt, Maleah blickte ihm noch immer schweigend entgegen, sah direkt in seine Augen. Aber sie sagte nichts – dachte sich nur ihren Teil und versuchte irgendetwas in seinen Augen zu erkennen, obwohl sie nichtmal wusste, was sie suchte.

Erneut fragte er sich, warum er ihr nicht einfach die Kehle durchschneiden konnte oder ihrem Leben anderweitig ein Ende setzen konnte. Da war doch nichts dabei. Klar hatte er bei den vielen Gesprächen in der Initiative viel über sie erfahren und in gewisserweise eine Bindung zu ihr hergestellt, doch Leute um den Finger zu wickeln, zu verdrehen und ihnen etwas vorzumachen gehörte zu seinen leichtesten Übungen. Sie war dazu auch einfach nur ein wertloser Muggel, nicht wert einen weiteren Tag auf dieser Erde zu leben. Es gab viel zu viele von ihnen, sie überwucherten die Erde, während reines, magisches Blut immer seltener wurde. Irgendwann würde noch die Sterblichkeit über die Magie siegen. Alles würde vergänglich sein. Vielleicht auch er, wenn er nicht vorsichtig sein würde. Zu oft war er dem Tod so haarscharf von der Schippe gesprungen. Wie oft konnte man sein Glück noch herausfordern? Er fixierte die Augen der Rothaarigen. Augen, die irgendwann verblassen würden. Eingemeisselt in einem Gesicht das zu Staub zerfallen würde. So wie es auch jedem magischen Wesen irgendwann bestimmt war. Doch wofür hatte er bisher gekämpft? Dafür ewig zu leben? Eine ganze Welt der Magie zu unterjochen und unendlich in seiner Macht aufzustreben. Alles nennenswerte und durchaus eindrucksvolle Ziele. Warum nur fühlte er dennoch diese Leere in sich? Und warum dachte er in letzter Zeit immer öfter darüber nach, dass sich trotz aller Erfolge keine Emotion mehr in ihm regte. Selbst das Töten fühlte sich nicht mehr so befreiend wie einst an. Als hätte jemand einen Filter über seine Wahrnehmungen gelegt und sie dadurch gedämpft. Das er anders fühlte und dachte als andere war ihm bewusst, doch bisher stellte dies für ihn kein Manko dar. Im Gegenteil, nur so hatte er es gesschafft ein ganzes Imperium aufzubauen und daran stetig weiter zu pfeilen. Manche mochten ihn verrückt nennen, doch er sah sich eher als Visionär. Wären da nur nicht diese schwindenden Empfindungen, die ihn sonst immer wieder zu Höchstleistungen antrieben. Da war nichts mehr. Nichts... bis auf dieses beklemmende Gefühl, wenn er versuchte Maleah zu töten. Erneut zückte er die Waffe und hielt sie an ihre Kehle. "Obwohl... Ich habe es mir anders überlegt... Warum fair spielen? Wenn es auch anders geht?" Er entfernte das Messer von ihrer Kehle und fuhr damit vor ihrem Gesicht her, ohne sie jedoch zu verletzen. An ihrer Wange drückte er die Klinge auf ihre Haut und verpasste ihr einen blutigen Kratzer. "So könnte ich mit dem Rest deines Gesichts fortfahren", sagte er und blickte in ihre Augen. Wollte er das wirklich? Sie zu Tode foltern, um wieder irgendwas zu fühlen?

Maleah wusste gar nicht, warum sie sich überhaupt noch in seiner Nähe aufhielt. Sie wollte ihn zurück zur Initiative bringen, das musste sie sogar, aber wie sollte sie das fertig bringen? Sie war nur ein Mensch und seine Magie war nicht länger gebannt. Zur Kämpferin war sie auch nie ausgebildet worden. Ein bisschen was hatte auch sie in der Richtung vorzuweisen, aber würde das reichen? Hinzu kam, dass sie wusste, wie gefährlich er war. Immerhin hatte sie zusehen müssen, wie er ohne mit der Wimper zu zucken einen Soldaten der Initiative nach dem anderen getötet hatte. In seiner Gegenwart bestand für Maleah akute Lebensgefahr. Nachdem er sie das erste Mal verschont hatte, hätte Maleah fliehen können. Und dennoch war sie immernoch hier. War ihm sogar bis hierher gefolgt. Wieso? Maleahs Leben hatte in den letzten 16 Jahren alle andere als normal ausgesehen. Seit ihre Mutter getötet worden war, war alles anders geworden. Ihr Vater war besessen davon alles dämonische auf dieser Erde zu vernichten. Er schwor den Tod von Maleahs Mutter zu rächen und wollte auch seine Tochter um jeden Preis beschützen. So wurde die Initiative zu Maleahs zu Hause. William hatte die Kontrolle über Maleahs Leben übernommen, beobachtete jeden ihrer Schritte. Noch heute tat er das. Die Rothaarige sollte vor jeder Gefahr geschützt werden und lebte dennoch wie eine Gefangene. Dieses Gefühl war verblasst, wenn sie mit Tom geredet hatte. Zuerst war es ihr nichtmal aufgefallen. Und sie wusste auch, dass die Möglichkeit groß war, dass keine ihrer Unterhaltungen von Toms Seite aus wirklich ehrlich war. Vermutlich sogar eher manipulativ als alles andere. Und dennoch kehrte Maleah irgendwann gerne zu seiner Zelle zurück. Sie genoss seine Gesellschaft. Es war nichts romantisches für Maleah, im Sinne der Liebe hatte sie kein Interesse an ihm – zumindest fühlte es sich nicht so an. Aber hatte Maleah überhaupt eine Ahnung davon, wie Liebe sich anfühlte? Es war mehr ein Gefühl von...Normalität...Freiheit. Und Maleah wollte dieses Gefühl nicht missen. Jetzt, wo sie die Initiative tatsächlich ungeplant und aus freien Stücken verlassen hatte, waren diese Empfindungen stärker denn je. Deshalb brachte sie es nicht über sich zu gehen. Fast so, als ob sie ihn brauchte, um ihre eigenen Grenzen zu überschreiten. Maleah hielt den Atem an, als er das Messer erneut hervorzog. Sie verzog das Gesicht kurz, als die Klinge in ihre Haut glitt und spürte deutlich, wie langsam etwas Blut an ihrer Wange hinunter lief. „Tu es nicht.“, erwiderte Maleah und hatte ihre Augen noch immer nicht von seinen abgewandt. „Bitte.“, es war kein verängstigtes Flehen, ihre Stimme war immernoch so klar wie vorher. Es war eine Bitte.[/color]

Maleah ließ ihn schwach aussehen. Irgendetwas Verletzliches kam in ihm zum Vorschein, ohne das er sich dessen bewusst war. Sicher konnte er hier nicht von Liebe sprechen. Dennoch war irgendetwas an ihr, dass ihm vertraut vorkam. Vielleicht war es dieses gefühl, dass sie beide auf gewisse Art und Weise kannten. Das Gefühl eingesperrt zu sein. Sei es in Räumen oder durch Regeln. Das Gefühl von Enge umfasste so viel mehr als nur Räumlichkeiten. Tom hatte sich bereits vor Jahrzehnten versucht aus diesen Ketten, die die Gesellschaft ihm und allen anderen anlegen wollten los zu reißen, doch noch immer war er nicht an seinem Ziel angekommen. Die Welt ließ sich nun einmal nicht komplett steueren oder kontrollieren. Allerdings war es auch gut möglich, dass Tom etwas ganz anders als das Gefühl von Macht und Kontrolle fühlte. Vielleicht brauchte er das Gegenteil. Das Gefühl von Machtlosigkeit, um zu merken, das auch er eine Achilespherse trug. Er kannte keine Angst, keinen Verlust, keine Liebe Alles Gefühle, die sich von ihm abgespalten hatten, wenn er sie denn jemals besessen hatte. Er hatte alles, das ihn verletzlich machte im Keim erstickt. Es war besser so. So war er unantastbar, nahezu unverwundbar. Er hielt das Messer noch immer dicht an ihr Gesicht gepresst. Nur etwas tiefer, weiter unten wäre ihr Herz. Ein präziser Schlag oder jene zwei unaussprechlichen Zauberworte würden sie für immer ins Jenseits schicken. Ohne ein Zurück. Nur je mehr er darüber nachdachte, desto sicherer wurde er sich, dass er dies niemals tun würde. Es bedurfte keinem Grund, warum er ausgerechnet sie verschonte, doch irgendetwas in ihm wollte sie nicht nur weiter lebendig sehen, sondern sie auch weiterhin in seiner Nähe haben. Er zwang sich die Klinge tiefer an ihrer Wange entlang gleiten zu lassen, doch schließlich ließ er wie einst zuvor seine Waffe sinken. Was war es wert der gefürchteteste Zauberer aller Zeiten zu sein, wenn man nun versagte eine Muggelfrau kalt zu machen. Er steckte das Messer weg und musste plötzlich lachen. Sicher war die Situation nicht sonderlich komisch, aber irgendwie fand er selbst darin eine gewisse Ironie. Auch dachte er gerade an Severus Snape, der einst einer Hexe namens Lily verfallen gewesen war. "Es muss an der Haarfarbe liegen", meinte er und musste noch immer ein wenig grinsen. Er biss sich auf die Unterlippe und nahm nun wieder einen ernsten Blick an. "Und wenn ich dich nicht töten kann. Was soll ich dann mit dir anstellen?" Er ließ sich auf einen Stuhl sinken und wirkte auf einmal seltsam nachdenklich, als würde er nach Antworten in seinem Inneren suchen. Nur war sein Innerstes ein reinstes Labyrinth, das nicht zu durchschauen war. Selbst für ihn. Hier gab es kein Entrinnen.


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Tom Riddle versteckt sich vor Maleah, die nur dazu da ist gute Seiten in ihm zu wecken, wie furchtbar. XD

Maleah Forester findet Tom trotzdem und tippt seine Schulter an.

Tom Riddle dreht sich zu ihr um und klopft sich etwas Staub von der Hose. "Du suchst immer noch freiwillig meine Nähe?" Er schüttelte den Kopf. "Du stehst wohl auf Folter." Diese Frau war wirklich ein Rätsel für ihn. In jeder Hinsicht.

Maleah Forester grinst ihm entgegen. "Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht wüsste, dass du mich hier haben willst."

Tom Riddle musste zugeben, dass an der Aussage etwas dran war, dennoch zuckte er nur mit den Schultern. "Ich habe dich nicht hergebeten. Also was willst du hier?"

Maleah Forester blickte ihn einige Sekunden schweigend an. "In Ordnung...dann gehe ich eben wieder.", sie schob sich an ihm vorbei, um den Raum zu verlassen.

Tom Riddle blieb schweigend stehen und schaute ihr hinterher. "Warte!", rief er nach einer Weile und fuhr sich durch die Haare. "Du machst mich wahnsinnig." Er seufzte und schüttelte den Kopf. Diese Frau stellte einfach alle seine Prinzipien auf dem Kopf und dennoch musste er sich eingestehen, dass er es weder mit noch ohne sie aushalten konnte. Es war wie ein Fluch. Was würden andere von ihm denken, wenn sie von Maleah erfahren würden? Maleah, der einzige Muggel, den der sonst eiskalte Lord nicht töten konnte. Er würde zu Witzfigur werden und seine Anhängerschaft womöglich noch verlieren, wenn er nicht aufpasste. Nur wegen einem kleinen Fehler.

Maleah Forester wusste immernoch nicht, was genau sie hier eigentlich tat. Sie spielte mit dem Feuer und das war ihr sehr bewusst. Doch sie kam nicht von ihm los. Nicht wirklich. Als er ihr schließlich hinterher rief, war sie sogar unfassbar erleichtert. Sein Verhalten sprach eigentlich eine klare Sprache, doch im gleichen Atemzug machte nichts davon wirklich Sinn. So konnte sich Maleah also eigentlich gar nicht wirklich sicher sein, dass er sie bei sich haben wollte. Er war ein Buch mit sieben Siegeln - und doch hatte Maleah manchmal das Gefühl, dass sie niemanden besser kannte als ihn. Es klang absurd und vermutlich war es das auch. Sie drehte sich zu ihm um. „Was soll ich denn da sagen?“, erwiderte sie ihm und verkleinerte wie automatisch den entstandenen Abstand zwischen ihnen, „Ich weiß du könntest mich jederzeit töten. Und vielleicht wäre es dir sogar lieber, wenn du es tun würdest. Ich sollte gehen, aber ich kann nicht. Ich will nicht.“

Tom Riddle hatte bisher niemanden wirklich in seinem Leben an sich heran gelassen. Gut, dass eine oder andere Techtemechtel hatte es gegeben, aber es war nie etwas Besonderes gewesen. Bloß Sex. Nicht einmal zu der Frau seiner Tochter hatte sich das Verhältnis großartig geändert. Aber auf eine Sache hatte er dennoch immer Acht gegeben und sich nie mit einem Muggel eingelassen. Warum jedoch kam er nicht von Maleah los? Immer öfter erwischte er sich sogar dabei wie er an seine Zeit zurück dachte, in der er gefangen gewesen war. Nahezu jeder hatte ihn ignoriert oder ihn als sein persönliches Forschungsexperiment gesehen. Maleah war da anders gewesen. Gut, er hatte sie auch dementsprechend versucht zu manipulieren, aber dennoch war irgendetwas anders an ihr. Sie verurteilte ihn nicht, schien bloß neugierig zu sein, warum er ist wie er ist. Mit der Weile hatte er sogar ihr irgendwie gerne zugehört. Dennoch hatte immer noch der eine Plan für ihn Priorität gehabt: Abhauen und ihr den Rücken kehren Jetzt war er in Freiheit und doch klebten sie aneinander wie zwei Magneten, die die Wahl hatten sich gegenseitig anzuziehen oder abzustoßen und sich nicht entscheiden konnten. Erneut konfrontierte sie ihn damit, dass er sie jederzeit töten könnte, obwohl er genau wusste, dass dies nicht möglich war. Ein Stück seines Herzens, das er zu Eis erstarren hatte lassen war aufgetaut - dank ihr. Wobei er nicht unbedingt dankbar dafür war. Gefühle machten schwach. Das hatte er oft genug beobachtet. So wie bei Lily Potter beispielsweise, die ihr Leben für ihren Sohn hingab. Lächerlich. Tom lauschte weiter ihren Worten und näherte sich ihr, während sie sprach. Sie waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Vielleicht war es eine Dummheit, vielleicht auch nur der Test, um sich zu bestätigen, dass ihm Maleah nichts wert war. Tom zog sie an sich und küsste sie. Nicht vorsichtig und sanft. Zärtlichkeit hatte er nicht gelernt. Sein Kuss war eher drängend und aufbegehrend. Als er sich von ihr löste, schwieg er.

Maleah Forester stand nach ein paar Schritten wieder vor ihm, doch Tom kam seinerseits ebenfalls auf sie zu, näherte sich ihr, bis die beiden kaum mehr ein Zentimeter trennte. Maleah wusste nicht was geschah – oder wie ihr geschah. Schon einmal war er ihr so Nahe gewesen, als er ihr mit dem Messer etwas antun wollte. Doch diesesmal war es anders. Ihr Herz raste plötzlich, die Luft knisterte. Ihre blauen Augen konnte sie von seinen nicht abwenden. „Tom...“, flüsterte sie tonlos und zog scharf den Atem ein, als sie plötzlich seine Lippen auf ihren spürte. Automatisch schloss Maleah ihre Augen, war völlig überrumpelt - überfordert von all dem, was sie fühlte und genoss dennoch jede Sekunde davon. Es war ihr erster Kuss. Noch nie zuvor war sie einem Mann jemals so Nahe gekommen. Dafür gab es viele Gründe. Dass ihr Vater es nicht zuließ, war einer davon. Tom löste sich von ihr und erneut suchte die Rothaarige seinen Blick. Wahnsinnig dunkel waren seine Augen...Maleah liebte es hinein zu sehen. Keiner der beiden sagte ein Wort, während die Luft immernoch wie geladen schien. Zaghaft bewegte sich schließlich Maleahs Hand. Obwohl sie Angst hatte, dass er sie dafür von sich stoßen konnte und es den Moment zerstörte, erreichten die Finger der 23-Jährigen seine Wange. Sanft streichelte sie diese kurz, ehe sie ihre Hand darauf ruhen ließ. „Was tust du mit mir...?“, flüsterte sie. Was sollte sie davon halten? Von all den Gefühlen, die plötzlich in ihr umher rasten oder von dem Kribbeln, dass dieser Kuss ihr am ganzen Körper beschert hatte?

Tom Riddle wusste selber nicht, was er sich davon erhofft hatte, wenn er Maleah küsste. Es war nicht einmal geplant gewesen - Ganz und gar nicht. Schließlich hatte er nicht einmal gewusst, dass sie ihn heute erneut aufsuchen wollte. Vermutlich steckte bloß eine wilde Gier dahinter. Dennoch war für einen Moment der Gedanke daran verschwunden, dass sie einfach nur ein wertloser Muggel war. Für den Moment war sie bloß Maleah. Dennoch wollte er nicht von Liebe sprechen. Schließlich wusste er nicht einmal wie sich diese anfühlte oder bemerkbar machte. Er versuchte sie eher als eine Art Rätsel oder Experiment anzusehen. Sein Kuss war fordernd und als er sich von ihr löste, ließ sie eine Hand auf seiner Wange verweilen. Ihre Berührung war sanft und ungewohnt. Seine Hand schnellte nach oben zu ihrer und ergriff sie. Zunächst wollte er sie von sich stoßen, doch dann hielt er sie fest. Er hatte keine Ahnung, was in Maleah in diesem Moment vor sich ging und auch er fühlte sich von sich selber überrumpelt Was tust du mit mir?, hatte sie gefragt, doch hatte er keine Antwort darauf. In der einen Sekunde wollte er sie töten und in der anderen über sie herfallen. Das war sogar für ihn neu. "Ich weiß es nicht", antwortete er wahrheitsgemäß und schob ihre Hand letztlich doch weg. Er spürte, dass sich etwas in ihm veränderte, das womöglich nicht gut für ihn war. Maleah war nicht gut für ihn. Es war besser sie tot zu sehen, ehe er sich in irgendetwas Unbekanntes stürzte, dass ihn zu Fall bringen würde. Sein Blick verhärtete und er packte sie am Hals, riss sie herum und drückte sie an die Wand hinter ihm. Allerdings lockerte er sogleich seinen Griff, nur um sie daraufhin erneut zu küssen. So viel zum Thema Wahnsinn. Es gab tausende Zauberer, die ihn als vollkommen wahnsinnig bezeichnen würden, doch nur heute würde er es selber glauben. Mitten im innigen Kuss löste er sich von ihr. "Nein, verdammt. Ich kann mich doch nicht auf einen elendigen Muggel einlassen." Nur als er sie betrachtete sah er absolut nichts elendiges an ihr. Vielleicht war es an der Zeit zu akzeptieren, dass Maleah in sein Leben getreten war und daraus nicht so schnell verschwinden würde.

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